Terra Preta Revolution

In Nepal wurden 364% Ertragssteigerung durch Einsatz von Terra Preta erreicht (Hans-Peter Schmidt),
in Tansania 400% bei Mais (Julia Klomfass, Ariane Krause). Diese wissenschaftlich dokumentierten Praxisergebnisse wurden im Juni 2015 vorgetragen beim Workshop anläßlich des Abschlusses des TerraBoga-Projektes im Botanischen Garten in Berlin. Die Beiträge sind herunterzuladen unter www.terraboga.de. Eine Zusammenfassung dieser und anderer Neuigkeiten steht hier als Download zur Verfügung:

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Terra Preta Revolution 08-2015.pdf
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Terra-Preta: Bodenfruchtbarkeit steigern – CO2 reduzieren


Mit der Verarbeitung der Holzkohle aus dem Chantico-Terrassenofen zu Terra Preta können Sie Ihren Gartenboden nachhaltig verbessern.


Terra Preta speichert Wasser, so dass ihre Pflanzen klimatische Trockenperioden besser überstehen können. Grund dafür ist die große Oberfläche der Holzkohle. „(Holzkohle ist) in so hohem Grade porös, einem höchst feinen Schwamm vergleichbar … “ (Meyers Warenlexikon, 1920). Zudem absorbiert die Holzkohle die Nährstoffe aus dem zugesetzten Dung und bietet idealen Lebensraum für Mikroorganismen. Mikroorganismen produzieren energiereiche, von anderen Lebewesen verwertbare Stoffe und fördern so die Vielfalt des Bodenlebens, holen Stickstoff aus der Luft, die die Pflanzen zum Leben brauchen, gehen Symbiosen mit Pflanzen ein und schließen Nährstoffe für Pflanzen auf.


Gleichzeitig können Sie mit der Einarbeitung der Holzkohle einen Beitrag dazu leisten, der Atmosphäre CO2 zu entziehen und dauerhaft im Boden zu lagern. Würde Terra Preta im großen Stil weltweit angewandt, so könnte der CO2 Ausstoß um bis zu 20 % verringert werden – ein womöglich entscheidender Beitrag zum Klimaschutz.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Terra Preta herzustellen. Wir haben gute Erfahrungen mit folgendem Mischungsverhältnis gemacht:


  • ca. 40 % frisches Grün jeglicher Art (z. B. ganz frischer Rasenschnitt oder
    geschredderter Baumschnitt, gejätete Wildpflanzen, Küchenabfälle, ect.) 
  • ca. 30 % Dung jeglicher Art

  • ca. 20 % möglichst feine Holzkohle

  • Effektive Mikroorganismen (EM)  1 halbe Tasse EM auf 10 l Wasser, davon soviel, dass die Mischung gut feucht wird.
  • ca. 10 % Gesteinsmehl, Gartenerde oder Lehm hinzufügen (bei sandigen Böden gerne auch mehr)


  1. Fermentationsphase: Das Ganze gut mischen und in einen weitgehend dichten zum Erdboden offenen Behälter füllen, oben mit Folie abdecken und mit Steinen beschweren. Ähnlich der Sauerkrautherstellung kommt es in den nächsten 3 bis 5 Wochen zur Fermentation. Je höher die Außentemperaturen, je schneller läuft der Prozess ab.
  2. Vererdungsphase: das fermentierte Terra Preta Gemisch, das jetzt nach feiner Walderde etwas pilzig duftet, auf ein freies Stück Gartenland auf bringen und mit Mulch abdecken, in Hitzeperioden evtl. gießen. Die auf Dauer zu erhaltende Mulchschicht schützt vor Austrocknung und ernährt gleichzeitig die „Herde unter der Erde“ (Mikroorganismen und Kleinstlebewesen).  Nach Ablauf von 3 bis 6 Monaten entsteht so ein äußerst fruchtbarer Dauerhumus.
  3. Füttern der Terra Preta: Während der warmen Jahreszeit können Sie Ihre Terra Preta Erde füttern mit grünen Smoothies. Füllen Sie Ihren Mixer mit Küchenabfällen, z.B. Kartoffel- und Zwiebelschalen, tun Sie eine Handvoll Holzkohle hinzu, füllen Sie mit Urin und Regenwasser auf. Alles gut mixen, das Flüssige abseihen und aufs Beet gießen, den Brei mit Terra Preta Erde 1:1 mischen und unter den Mulch geben. Nach einigen Tagen wimmelt es nur so von Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen und die Pflanzen danken es mit enormem Wuchs.

Weitere Möglichkeiten zur Terra Preta Herstellung über Küchenbokashi,  Stapelkompost oder in
der landwirtschaftlicher Tierhaltung finden Sie anschaulich beschrieben im Buch von Ute Scheu u. a.:
„Terra Preta – Die schwarze Revolution aus dem Regenwald“.

Lust auf mehr?

ZDF Film: „Die Wiederentdeckung der Terra Preta“


Ute Scheub: Terra Preta. Die schwarze Revolution aus dem Regenwald.

oekom-Verlag

ISBN: 9783865814074

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Terra Preta Schwarzerde zeigt, was sie kann
In vier Workshops im Sommer 2013 entstanden jeweils Terra Preta Mischungen, die vom Nachfolge-Workshop ausgebracht und verteilt wurden. Auf sehr magerem Boden entstand so im Laufe eines Sommer ein prächtiger Garten.
Terra Preta Workshops Sagawe gering 2.pd
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